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High-End Blotevogel
 Kaiserstraße 11
 32423 Minden Germany
 Tel: +49-0571-26060
 Fax: +49-0571-26060
 E-Mail: cd-str5@gmx.de

 

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Tuning Tipps

 

.:!Sorry, but only in German yet!:.

( Diesen Text können sie auch hier als WordPad Dokument herunternladen 20kb )

Grundsätzliches zum HiFi und High-End Tuning:

Es gibt heute ein nicht mehr überschaubares Angebot an Tuning-Artikeln, die den Klang verändern. Klangveränderungen lassen sich schwer objektiv bewerten. Meistens überzeugen sie nur kurze Zeit, weil neue Klangeindrücke die Aufmerksamkeit erhöhen und den Reiz des Neuen bieten. Dauerhaften Hörgenuss garantieren letztlich nur Maßnahmen, welche die Wiedergabe fehlerfreier machen. Gute High-End- und HiFi-Anlagen sind heute nahezu fehlerfrei, werden jedoch unter schlechten Arbeitsbedingungen betrieben, denn sie stehen in der Regel in ihrem eigenen Schallfeld. Fußböden, Wände, Möbel usw. und die gesamte Anlage selbst, werden in Schwingungen versetzt, die eine perfekte Wiedergabe erheblich stören. Raumdarstellung, dynamische Differenzierung und Abbildungspräzision werden beeinträchtigt. Lautes oder längeres Hören nervt dann, man wehrt sich, indem man unbewusst “dicht macht“. Musik von Platten und CD´s klingen fehlerfrei wiedergegeben traumhaft gut. Details und Klangfarben einzelner Instrumente werden zum angenehmen Genuss. Es lohnt sich zu experimentieren und zu optimieren! Grundsätzlich sind Tuning-Maßnahmen vernünftig, die die Ursachen von Klangverlusten bekämpfen und nicht an den Symptomen herumdoktern - also nur Schönfärbversuche sind. Konzentrieren Sie sich deshalb zunächst auf die zwei wesentlichsten Ursachen, die das Klangniveau Ihrer Anlage beeinflussen: 1. Auf die Minimierung von Vibrationen und Resonanzen in allen Anlagenkomponenten. 2. Auf eine optimale Platzierung der Lautsprecher und eine gute Raumakustik Die Dämpfung und Beseitigung “harter Vibrationen“ führt immer zu einem erheblichen Klanggewinn. Es gibt keine High-End oder HiFi-Geräte, die durch Vibrationen besser klingen. Leider lassen sich Vibrationen durch Mikrofonie nie ganz beseitigen, es sei denn, Sie hören mit Kopfhörern! Damit haben Sie die erste Möglichkeit zu beurteilen, wie viel Klangpotential Sie verschenken. Vergleichen Sie den Klang über Lautsprecher mit der Wiedergabe über einen adäquaten Kopfhörer. Bevor Sie an neue Lautsprecher denken sollten Sie jedoch den Vibrationen in Ihrer Anlage zu Leibe rücken. Es gibt viele Möglichkeiten diesen "Klangkiller" zu minimieren - aber dazu später mehr. Die zweite Beurteilungsmöglichkeit liegt in der messtechnischen Erfassung von Vibrationen und Resonanzen. Dafür gibt es erstmalig ein preiswertes Messgerät, den Vib-Master. Mit dem Vib-Master für 198,- DM bekommen Sie Einblick in die sonst unsichtbare Welt der Schwingungen und werden in die Lage versetzt Tuning-Artikel und Dämpfungsmaßnahmen zu beurteilen. Viele Maßnahmen die logisch und plausibel erscheinen "gehen nach hinten los". Hier sei besonders vor den schleichenden Veränderungen elastischer Materialien oder der Verschiebung oder Verstärkung von Resonanzen bei harter Ankoppelung von Geräten und Lautsprechern gewarnt. Was neu, anders und vermeintlich besser klingt führt häufig in die falsche Richtung. Testen Sie lieber objektiv - bevor Sie in die nächste “Sackgasse“ laufen! Nur so ersparen Sie sich kostspielige Erfahrungen und kommen dem Ziel angenehmer und natürlicher Wiedergabe wirklich näher. Bringt Tuning denn noch etwas, wenn ich eine gute Anlage von einem renommierten Hersteller besitze, die sehr gut klingt? Ja immer, weil mit zunehmender Wiedergabegüte leider auch Fehler hörbar werden, die vorher nicht auffallen. Zum Beispiel stören Vibrationen das Zeitverhalten bei der Wiedergabe. Das menschliche Ohr reagiert extrem empfindlich auf zeitliche Verschiebungen im Klang, die das natürliche Raumempfinden sofort beeinträchtigen. Die Orientierung im Raum erfolgt ja durch unterschiedliche Laufzeitdifferenzen zwischen Klangquelle und den beiden Ohren. Das menschliche Gehirn ermittelt aus diesen unvorstellbar kleinen Laufzeitunterschieden von wo Geräusche kommen. Das Auslesen einer CD, das Nachfahren einer Plattenrille, die Auslenkung einer Lautsprechermembran und das Induktionsverhalten elektronischer Bauteile wird durch Vibrationen zeitlich gestört. Dies muss so weit wie möglich unterbunden werden, wenn das Klangpotential von Anlagen genutzt werden soll. Was kann ich tun? 1. Einen möglichst vibrationsarmen Stellplatz für alle Anlagenkomponenten suchen. Aus schwingungstechnischer Sicht sind Fensterbretter auf massiven Außenwänden und Wandkonsolen an massiven Wänden optimal. Fußböden vibrieren infolge Mikrofonie sehr stark (Test: Baß mit höherer Lautstärke abspielen, Vib-Master). 2. Stellplätze verbessern, durch den Einsatz von Masse, z. B. durch Marmor- oder Steinplatten unter oder auf den Geräten (Vorsicht, höhere Masse verschiebt Vibrationen und Resonanzen zu tieferen Frequenzen hin, Energie bleibt erhalten, sehr hohe Gewichte erforderlich!) 3. Geräte dämpfen durch selbstklebende Bitumenmatten oder durch Bleigewichte (z. B. Auswuchtblei aus dem Reifenhandel). Geräteeigenschwingungen aus Trafos oder Motoren durch bekleben von Bauteilen Platinen minimieren (unbedingt Sicherheitsvorschriften beachten!!!). 4. Lautsprecher lassen sich hervorragend verbessern durch Bekleben oder Verstärken vibrierender Wandungen (Klopftest). Innen durch Bitumen, außen durch Aufleimen und Anschrauben von dickeren Platten, z. B. 20 mm Birkensperrholz, das sich sehr leicht bearbeiten lässt und gut aussehen kann. Dünne Rückwände mit dicken MDF-Platten verstärken. Chassis können durch Ankneten von Kinderknetmasse auf die Korbstege beruhigt werden. Erhebliche Verbesserungen sind bei den Weichen möglich. Vergossene oder verbackene Luftspülen und gute Kondensatoren “wirken oft Wunder“. Da wird selbst bei hochwertigen Boxen noch gespart. 5. Ankoppeln aller Komponenten mit Spikes. Führt nur zu Klangverbesserungen, wenn an absolut massive Bauteile z. B. Betondecken ohne schwimmenden Estrich oder dicke massive Wände angekoppelt werden kann. Die Mikrofonieanfälligkeit sollte, wenn nicht bereits fühlbar, messtechnisch objektiv überprüft werden. Der Klangeindruck erscheint oft “agiler und frischer“ aber nicht so angenehm und “sauber“, häufig unruhiger und “dünner“, wenn der Untergrund durch Mikrofonie angeregt ist. 6. Entkoppeln aller Komponenten. Am besten sind String - Systeme, die langzeitstabil sind. Ohne Einstellmöglichkeit ist jedoch keine optimale Dämpfung und keine Langzeitwirkung gewährleistet. Elastische Pucks verformen sich im Laufe der Zeit und verlieren ihre anfänglich guten Eigenschaften meist schnell. Optimal: Schwebende Lagerung durch sich abstoßende Magnete und quasi schwebende, justierbare CD - STR Dämpfungstechnik (Test durch Vib-Master oder siehe Audio Messprotokolle Heft 9/97). Zur Raumakustik habe ich leider keine so einfachen Tipps. Die Raumakustik ist aber mit Sicherheit ein weiterer wesentlicher “Klangkiller“, dem große Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Neuere digitale Korrekturmöglichkeiten belegen dies. Gute Erfahrung habe ich mit dem Computer - Raumakustikprogramm cara Rel. 1.11 von der ETS ELAC GmbH ( rd. 50,- DM) gemacht. Tiefere Raumresonanzen lassen sich durch Bassfallen (Helmholzresonatoren aus Kunststoffrohren) beseitigen. Klangverbesserungen durch die vorstehenden Tipps und Tricks addieren sich bei richtigem Einsatz in der Regel zu einem begeisternden Ergebnis. Es macht Spaß und lohnt sich bei geringfügiger Investition zu experimentieren und dadurch alle Programmquellen bis hin zur ältesten Schallplatte neu genießen zu können.

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