|
Vibrations-
und Resonanztestgerät
Einführende
Erläuterungen:
Mit dem Vib-Master können Sie mechanische Schwingungen, Vibrationen
und Resonanzen von Geräten, Lautsprechern und von Stellplätzen
ermitteln und durch geeignete Maßnahmen minimieren. Der Vib-Master
enthält einen hochsensiblen, präzisen Sensor, der mechanische
Schwingungen in ein analoges Signal verwandelt, das mit einem
Voltmeter abgelesen werden kann. Das Signal kann aber auch
mit einem Kassettenrecorder aufgezeichnet und auf einen PC
überspielt werden. Es kann mit jedem PC, der mit einer handelsüblichen
Sound-Card mit Wave Editor ausgerüstet ist oder mit einem
Oszillographen dargestellt und analysiert werden. Vibrationen
und Resonanzen stören elektronische und mechanische Bauteile
bei der korrekten Verarbeitung von Signalen in HiFi Anlagen
und sollten deshalb ermittelt und minimiert werden. Der Klanggewinn
durch Vibrations- und Resonanzminimierung ist in der Regel
von einfachen HiFi Anlagen bis zu hochwertigsten High-End
Anlagen hin erheblich. Das ist zunächst verwunderlich, weil
bei hochwertigen Anlagen z. T. bereits ein immenser Dämpfungsaufwand
getrieben wird. Doch mit zunehmender Wiedergabequalität von
Anlagen werden auch kleinste Fehler als unangenehm empfunden.
Eine richtige, insbesondere ruhige Aufstellung von HiFi Anlagen
ist die erste Grundvoraussetzung für guten Klang. Die Minimierung
von Vibrationen und Resonanzen vermindert Wiedergabefehler
und ergibt deshalb immer objektive Klangverbesserungen. Es
gibt keine HiFi-Geräte, die durch Vibrationen besser klingen!
Viele bekannte Dämpfungssysteme haben im gesamten Hörbereich
nur eine geringe Dämpfungswirkung und sind bei einzelnen Frequenzen
resonanzempfindlich, also schwingungsanregend! Die damit einhergehenden
Klangveränderungen haben mit HiFi oder High-End nichts zu
tun und sind lediglich Korrektur- oder Schönfärbversuche,
die leider oft voreilig und zum Schaden vieler Kunden als
Klangverbesserung dargestellt werden. - Mit Ihrem Vib-Master
können Sie den richtigen Platz für Ihre Anlage finden und
ihn optimieren, Veränderungen objektiv bewerten. - Der Vib-Master
kann Sie vor klangverschlechternden Fehlinvestitionen in ungeeignetes
Dämpfungszubehör schützen. Mit dem Vib-Master können Sie
auch die oft diskutierte Frage, ob Entkoppeln oder Ankoppeln
richtig ist, objektiv beantworten. Sie sollten z. B. mit Spikes
ankoppeln, wenn Sie einen vibrationsarmen Stellplatz finden.
Fast alle Fußböden sind aber "schwimmend gelagert" und vibrieren
stark. Die ruhigsten Plätze in Wohnräumen sind in der Regel
Fensterbänke. Gut sind auch stabile Wandhalterungen an massiven
tragenden Wänden. Dort dürfen Sie Ankoppeln. Hochfrequente
Schwingungen lassen sich durch Masse dämpfen. Schwere Geräte
oder Beschwerungen sind gut. Tieffrequente Schwingungen lassen
sich durch Ankoppeln an schwingungsarme Stellplätze oder durch
Entkoppeln minimieren. Den Mikrophonieeffekt eines "schwimmend"
gelagerten Fußbodens fühlt man z. B. im Bassbereich auch ohne
Messgerät. Testen Sie also wie stark Ihre Geräte mitschwingen?
Schwingungen, Vibrationen und Resonanzen werden entweder mechanisch
(bewegte Teile wie Motoren, Laufwerke und Lautsprechersysteme)
oder durch Mikrofonie (Schallwellen = Luftdruckschwakungen)
beim abspielen von Musik oder Sprache erzeugt. Außerdem gibt
es elektrisch induzierte Schwingungen, z.B. in Trafos und
Spulen. Sie lassen sich häufig durch Dämpfung der Bauteile
selbst erheblich reduzieren. An und in allen Geräten wirken
eine Vielzahl von Schwingungen unterschiedlichster Frequenzen,
die sich gegenseitig beeinflussen. Durch die Überlagerung
dieser Schwingungen entstehen Vibrationen und Resonanzen aber
auch Auslöschungen. Vibrationen sind mehr oder weniger große
unregelmäßige Bewegungen, die mechanische und durch Induktion
auch elektronische Bauteile stören. Ihre Minimierung ist nur
durch Probieren und Testen möglich. Experimentieren Sie mit
etwas Geduld, es lohnt sich Erfahrungen zu sammeln, in der
unsichtbaren Welt der Schwingungen! Anlagentest: Mit dem Vib-Master können Sie die vertikalen Bewegungen Ihrer Geräte
oder Stellplätze (z. B. von Racks) in ein analoges Signal
umwandeln und bewerten. Aus den vorstehenden Erläuterungen
ergeben sich drei Testdurchgänge: 1. Untersuchung von HiFi
Geräten am Stellplatz auf Störungen durch Straßenverkehr und
Bewegungen im Haus, z. B. Trittschall, bei rausgezogenem Netzstecker.
(Nullmessung) 2. Untersuchung von einzelnen HiFi-Geräten im
eingeschalteten Zustand mit auf Null gestelltem Lautstärkeregler,
ohne Mikrofonie. (Laufwerks- und Brummessung) 3. Untersuchung
der einzelnen HiFi-Geräte bei größerer Abhörlautstärke, mit
den Signalen von der beiliegenden CD. (Ermittelung des
Mikrophonieeinflusses)
Achtung: Bei der Wiedergabe der Sinustöne von der beiliegenden
CD mit zu hoher Lautstärke, können Sie Ihre Lautsprecher zerstören!
zu 1. (Nullmessung) Der Sensor des Vib-Master arbeitet bis
zu tiefsten Frequenzen (rd. 15 Hz) linear und so empfindlich,
dass geringste Erschütterungen angezeigt werden. Verhalten
Sie sich bei allen Tests so ruhig wie möglich, weil Sie sonst
ihren eigenen Trittschall messen! Drehen Sie den Empfindlichkeitsregler
voll auf (Rechtsdrehung). Wenn Sie an befahrenen Straßen wohnen
oder wenn Sie sich oder Personen in Nebenräumen bewegen, können
Sie bereits Messwerte erhalten. Liegen diese Werte bei voll
aufgedrehtem Empfindlichkeitsregler unter 10 mV, regeln Sie
die Anzeige mit dem Empfindlichkeitsregler auf nahe Null.
Weil infolge der in Deutschland gültigen Schallschutzvorschriften
nahezu alle Fußböden "schwimmend gelagert" sind und deshalb
leicht in Schwingung zu versetzen sind (Estrich auf flexibler
Dämmschicht oder Holzfußböden), werden Sie ohne Entkoppelung
Ihrer Geräte in der Regel erhebliche Störpegel feststellen.
Zeigt Ihr Voltmeter höhere Ausschläge als 10 mV an, gehen
Sie ohne Veränderung am Empfindlichkeitsregler des Vib -Master
zur zweiten Messung über. zu 2. (Laufwerks- und Brummessung)
Stellen Sie Ihren Vib -Master auf das Gerät, das Sie testen
wollen. Stellen sie den Vib-Master auf eine Geräteecke, damit
Sie nicht die Vibrationen des Gehäusedeckels testen. Lesen
Sie die Signalspannung in mV von Ihrem Voltmeter ab und/oder
werten Sie den Signalstärkeverlauf am PC aus. Ermitteln Sie
die kleinste Signalstärke in den Pausen zwischen sonstigen
Störsignalen. Wenn die Messung von Störungen durch Straßenverkehr
und Bewegungen im Haus überlagert ist, erhalten Sie nur in
diesen Pausen oder zu - 2 - störungsfreien Zeiten, z. B.
spät abends, brauchbare Messwerte. Ermitteln Sie die Eigenvibrationen
Ihrer Geräte durch Vergleich der Messwerte mit ein- und ausgeschalteter
Anlage ohne Tonwiedergabe. zu 3. (Ermittelung des
Mikrophonieeinflusses)
Vorgehensweise wie unter zu 2. (Laufwerks- und Brummessung),
jedoch bei Wiedergabe des Sweeps oder einzelner Frequenzen
von der beiliegenden CD. Ermitteln Sie die
Mikrophonieempfindlichkeit
Ihrer Anlage durch Vergleichen der Ergebnisse mit und ohne
Ton. Bei hohen Störpegeln (Nullmessung) erhalten Sie auch
hier nur in Störpausen oder zu störungsfreien Zeiten, z.
B. spät abends, brauchbare Messwerte. Auswertung der Ergebnisse
Die Nullmessung und die Laufwerks- und Brummessung sind am
einfachsten mit einem Voltmeter auszuführen. Wenn Laufwerks-
und Brummstörungen über 10 mV ermittelt werden, sollten Sie
den Sweep verwenden und am PC mit einem Wave-Editor untersuchen,
bei welchen Frequenzen Vibrationen und Resonanzen auftreten.
Versuchen Sie Störungen über 10 mV zu minimieren. Sie können
z. B. eine Vibration aus einem Netzteil bei 50 Hz , die mit
dem Aufstellplatz in Resonanz geht, durch Entkoppelung dämpfen
oder Trittschall durch Wandkonsolen minimieren. Die Ermittlung
der Mikrophonieempfindlichkeit kann mit einem Voltmeter ermittelt
werden. Schreiben Sie sich den Höchstausschlag Ihres Messgerätes
beim Durchlauf des Sweeps und bei einzelnen Frequenzen auf.
Besonders bei der Untersuchung von Mikrophonieeinflüssen sollten
Sie den Sweep verwenden und am PC mit einem Wave-Editor auswerten,
bei welchen Frequenzen stärkere Vibrationen und Resonanzen
auftreten. Die Dämpfung von Vibrationen lässt sich in dB ausdrücken.
Wenn Sie zwei Signalwerte aus zwei Aufstellungen (z. B. CD
Spieler mit und ohne Dämpfungsfuß oder CD Spieler im HiFi
Rack und auf einer Wandkonsole) haben, können Sie die Dämpfung
in dB errechnen.
Der
Vib - Master ermöglicht Ihnen erstmalig, bei im Hobbybereich
erschwinglicher Investition und hohem Nutzen, Vibrationen
und Resonanzen gezielt zu minimieren. Um einen optimalen Klanggewinn
zu erzielen, können Sie auch unabhängig von den vorstehenden
Empfehlungen experimentieren und Erfahrungen im Bereich mechanischer
Schwingungen sammeln. Gehen Sie dabei mit dem Vib-Master
vorsichtig um. Das Gerät enthält einen hochempfindlichen vertikal
aufnehmenden Sensor und ist zur Minimierung von Eigenschwingungen
bis auf das Batteriefach vergossen. Harte Stöße, z. B. durch
Herunterfallen oder unsachgemäßer Umgang, wie z. B. Erhitzung
in der Sonne, Feuchtigkeit oder Kurzschluss durch Verpohlung,
können zu nicht reparablen Schäden führen.
|